Saturday, August 8, 2009

Indiana Jones laesst gruessen

Intro
Ich darf erfreut mitteilen, dass - entgegen allen Prognosen - ich in den bislang 9 Tagen Peru noch kein einziges Mal Panfloetenmusik hoeren musste! Dabei steht, wie einige wissen, das bekannte Lied "El condor pasa" zuoberst auf meiner schwarzen Liste der Lieder, die nie haetten komponiert werden duerfen. (Fuer Interessierte: Weitere Kandidaten sind "Rivers of Babylon" von Boney M. sowie das Gesamtwerk der Gipsy Kings.) Ironie des Schicksals: Ist es nicht die Panfloete, so halt ein anderes Instrument, das mich mit "El condor pasa" belaestigt. Mehr dazu spaeter.


Nachdem ich nun alleine unterwegs bin, sinniere ich oefters (v.a. waehrend den langen Busfahrten) ueber wichtige Fragen des Lebens, z.B.: Wie viele Loecher darf eine Unterhose auf Reisen haben, bevor man sie wegwirft? (Meine Meinung ist: Zwei. Und habe sie entsorgt. Jetzt fehlt nur noch der Ersatz. Gerne lese ich eure Kommentare dazu; inzwischen ist es auch ganz einfach, einen Kommentar auf diesem Blog zu hinterlassen, da ich es endlich geschafft habe, die Einstellungen zu aendern :-).) Oder: Braucht man ein Pferd, um zu reiten? (Ich finde: Nicht, wenn man in Lateinamerika Bus oder Taxi fahren kann.) Oder: Was ist der Unterschied zwischen Lama, Alpaca, Vicuna und Guanaco? Dazu folgender Link, der Aufschluss geben sollte: http://www.bar-q-diamond.com/Information/llamafacts.htm. Und themengerecht das Foto eines Lamas, wie mir Daisy, eine der Guides der letzten Tage, bestaetigte.

Das bringt mich zum (aus meiner Sicht haesslichen) Peruanischen Nackthund (Perro sin Pelo Peruano - was fuer ein Gegensatz zum burro con pelo suave, den ich allenfalls nach dem Cotopaxi gekuesst haette; siehe Blogeintrag "Wandervoegeln die Zweite..."). Den Peruanischen Nackthund gibt es seit 5'000 Jahren, wie entsprechende Bemalungen von Tongefaessen aus der Prae-Inka-Zeit bezeugen. Ein aelterer Herr erzaehlte mir, dass dieser Hund sehr intelligent sei, da er alles verstehe, was man ihm sage. Hm. (Den Ruf haben doch alle Hunde?) Jedenfalls wird er wegen seiner sagenhaften Koerpertemperatur von 40 Grad Celsius oft als Bettflasche missbraucht. Man sieht also auch hier: Alle wollen immer nur das eine!

Bevor ich nun chronologisch berichte, nachfolgend etwas Peru Gossip der letzten Wochen. Zwei Morde haben das Volk beschaeftigt: 1. Eine bekannte Saengerin wurde von einem Killer ermordet, der offenbar von ihrer Lebenspartnerin, ebenfalls Saengerin (Folklore), aber nicht ganz so bekannt, angeheuert worden war. Motiv soll Eifersucht gewesen sein, weil die andere wohl etwas mit einem Mann hatte. Francine Jordi lebt also auf gefaehrlicherem Fuss, als ich bisher angenommen hatte. 2. Ein schwuler Starcoiffeur wurde von einem ca. 20-Jaehrigen ermordet. Er wollte glaube ich Geld (leider sind die Infos nur aus zweiter Hand, da schon lange her) und hat wohl eher versehentlich etwas zu fest zugedrueckt. Da denke ich mir machst du lieber Haarschnitte fuer 2 Dollar und wirst dafuer in Ruhe gelassen. (Hier schliesst sich auch dieser Kreis.)

Von Ecuador nach Peru
Schlussendlich habe ich es letzte Woche Dienstagnacht, nachdem ich bereits einen halben Tag Zeit totgeschlagen hatte (letzter Blogeintrag), doch nicht mehr auf den Bus ueber die Grenze geschafft. Hier die Story: Gegen Abend beschlich mich ein ungutes Gefuehl, was mein noch zu ergatterndes Busticket anbelangte, so dass ich meinem Instinkt ("e Frau gspuert so oeppis" :-)) folgte und nochmals nachhakte, ob es wirklich moeglich sein wuerde, in La Toma (naehe Flughafen) anstatt in Loja (Abfahrtsort des Buses, 45 Minuten entfernt) den Bus zu besteigen. Es hatte ja nicht gereicht, Tage zuvor herumzutelefonieren diesbezueglich und x Leute zu fragen (u.a. die Ladies von der Busgesellschaft), um die Sache zum Laufen zu bringen. (Du kannst hier kein Ticket kaufen, sondern erst im Bus. Aber kein Problem, du kannst hier einsteigen anstatt in Loja. Sicher? Ist der Bus jeweils nicht voll? Und es ist ja auch Nationalfeiertag in Peru. Nein, kein Problem.) Jedenfalls erfuhr ich dann von anderer Seite, dass ich mich besser nach Loja aufmache, dort ein Ticket kaufe und am Terminal in Ruhe auf den Bus warte anstatt in La Toma im Dunkeln am Strassenrand, nachdem alles um 21 Uhr dichtmacht. Das tat ich dann auch, und siehe da: Es hatte keine Tickets mehr! Trotzdem war ich erleichtert, wenn ihr wisst, was ich meine. So musste ich einen weiteren Tag warten, bis es abends um 23 Uhr losging. Die Grenze passierten wir problemlos, und nach rund 9 Stunden erreichten wir Piura in Peru, von wo aus ich mit Claudia und Christian, einem deutschen Paerchen aus Trier (soll eine tolle Stadt sein - Gildo Horn ist auch von da, im Fall!) gleich den naechsten Bus nach Chiclayo nahm.

Dort angekommen, zwaengten wir uns zu dritt mit dem ganzen Gepaeck in eines der winzigen Taxis (es fehlten wohl noch 10 cm bis zum Asphalt) und checkten in ein Hotel im Zentrum der Stadt ein. Danach erkundeten wir den riesengrossen und bekannten Mercado Moledo, wo es alles zu kaufen gibt, was das Herz (und andere Koerperteile) begehrt: San Pedro Kaktus (Halluzinogen), Potenzmittel, Fischeier (soll u.a. die Libido stimulieren), Lamaebryos, Ozelotfelle, ausgestopfte Eichhoernchen und Voegel, Schlangenhaeute, Tierpfoten und andere Amulette, Kraeuter, Drachenblutbaumsaft (gut fuer Wundheilung), Fruechte, Gemuese, Fleisch, Koffer, Papeterie, Schuhe, ... Wahnsinn. Nicht nur der Markt, sondern die ganze Stadt erschien mir wie ein Ameisenhaufen.

Die naechsten Tage (Freitag bis und mit vorgestern Donnerstag) verbrachte ich damit, verschiedene Ausgrabungsstaetten, die aus der Prae-Inka-Zeit stammen (vor 1470 n. Chr.), zu besuchen. Viele der Staetten wurden erst vor kurzem gefunden, daher sind die Ausgrabungen vielerorts noch in vollem Gange - ein Paradies fuer Archaeologen und Anthropologen. Ich stelle mir vor, dass diese Orte in 10 Jahren ganz anders aussehen werden, auch was den damit einhergehenden Tourismus anbelangt.

Auf den Spuren der Prea-Inka-Kulturen Teil I - Chiclayo Umgebung
Als Erstes machten wir (Claudia, Christian und ich) eine Tour zu den Pyramiden von Tucume (total 26), die aus der Zeit der Lambayeque stammen (ab ca. 700 n. Chr.) und waehrend 500 Jahren erbaut wurden. Eine davon, Huaca Larga (Huaca = heiliger Ort), ist mit 700 x 280 x 30 m die groesste Lehmstruktur der Welt. (Im Norden Perus gibt es uebrigens noch einige gewaltige Bauten, von denen Otto Normalverbraucher nichts weiss. Schade auch, dass sich viele nur auf Machu Picchu stuerzen und die Prae-Inka-Kulturen, die einiges laenger dauerten als die Inka-Kultur, auslassen.) Die Lambayeque betrieben hauptsaechlich Agrokultur und Fischerei, und als Steuern musste das Volk luftgetrocknete Lehmziegel abliefern, aus welchen die Pyramiden gebaut wurden. Spaeter wurden diese auch von den Chimu (ab 1375) und dann von den Inkas (ab 1470) benutzt und erweitert, bevor sie 1533 verlassen wurden, nachdem die Inkas von den Spaniern besiegt worden waren. (Entscheidend hier der Showdown in Cajamarca 1532 durch Pizarro.)

Weiter besichtigten wir u.a. das eindrueckliche Grab des "Senor de Sipan" (Moche-Kultur, 100 v. - 700 n. Chr.) und das entsprechende Museum, wo es viel Interessantes zu den Gewohnheiten und Goettern der Moche zu lernen gab. Mitbegraben (siehe Bild) wurden auch die Frauen des Senor sowie der Waechter (ohne Fuesse, damit er sinnbildlich nicht davongehen kann) und eine Person, welche von aussen in die Grabkammer schaut. Vorab wurde denen wohl ein Gifttrank verabreicht. (Vielleicht aus San Pedro Kaktus; dann hatten sie es sicher noch lustig die letzten paar Minuten). Ueberrascht haben mich die fortschrittliche Bauweise und Verarbeitung von Metallen (Gold, Silber, Kupfer).

Die Gruppe bestand neben uns mehrheitlich aus Peruanern, die schlimmer zu hueten sind als ein Sack Floehe oder die Guggenmusik Rigigusler! Dauernd rannte einer weg, um Essen zu kaufen oder vor der x-ten Mauer zu posieren. Amuesant, aber man kam kaum vom Fleck.

Auf den Spuren der Prea-Inka-Kulturen Teil II - Chachapoyas Umgebung
Am selben Abend verabschiedete ich mich von Claudia und Christian, um nach Chachapoyas (2'300m), ein herziges Staedtchen aus der Kolonialzeit und Pforte zum im Osten liegenden Dschungel, weiterzuziehen. Viel geschlafen habe ich nicht, da ich den fast einzigen Schnarcher des Buses neben mir hatte! Zum Glueck lief der tolle Film "Snow Buddies", ein Kinderfilm, der von zwei Hunden handelt. (Ich frage mich: Wenn schon illegal herunterladen, warum dann nicht auch mal was Gutes? Wer sucht die Filme aus? Warum?)

Nach 9 Stunden Fahrt lernte ich beim Aussteigen Jakob, einen 24-jaehrigen daenischen Anthropologiestudenten, kennen, mit dem ich die folgenden vier Tage grossmehrheitlich unterwegs war. Ich hatte eine super Unterkunft reserviert ("Casa Vieja" - es gab sogar eine Badewanne), weil ich ja schliesslich den ersten August feiern musste. Leider habe ich kein CH Gspaenli zum Anstossen gefunden, aber fuer solche Faelle gibt's ja den Flachmann. Uebrigens waere Chachapoyas um diese Zeit auch in Feststimmung gewesen, wenn die Feierlichkeiten nicht aufgeschoben worden waeren wegen der Schweinegrippe. (Die Hysterie geht weiter.)

Am Samstag besichtigten wir Kuelap (ca. 3'000m), die Ruinen einer Stadt aus der Zeit der Chachapoyas-Kultur, die 900-1100 n. Chr. erbaut und 1843 wiederentdeckt wurde. Teile der Ruinen sind noch mit Baeumen ueberwachsen. Auch diese Bauten erstrecken sich ueber 1km, und es sind Ueberreste einer neuen Stadtmauer sichtbar, welche im Bau gewesen sein muss, als 1470 die Inkas kamen und diesen Plaenen den Garaus machten. Besonders ins Auge sticht die zirkulaere Bauweise der Haeuser, welche vermutlich mit der Religion der Chachapoyas in Zusammenhang steht (Sterne, Sonne, etc.).

Sonntags war ich mit einem oesterreichischen aelteren Ehepaar, Luz, einer Tourismusstudentin aus Trujillo, und unserem einheimischen Fuehrer Trojelio auf Wanderschaft in Karajia (benannt nach einem Vogel), wo es in Felsen gebaute Sarkophage aus alten Zeiten zu bestaunen gab, und danach im Pueblo de los Muertos, Ruinen von ebenfalls in Felsen gebauten Haeusern, die nur von innen geoeffnet werden konnten (d.h. das Dach muss aufgesetzt worden sein, nachdem eine Person eingeschleust worden war - schrill, oder?) und ueber deren Zweck man sich noch uneinig ist.

All die erwaehnten Orte liegen rund 2 Autostunden von Chachapoyas weg, so dass wir jeweils genug Gelegenheit hatten, die malerische Landschaft um den Rio Huallcabamba, der spaeter in den Maranon, seinerseits Zubringer des Amazonas, muendet, zu bewundern. Die Fahrten waren sogar relativ angenehm, da sie teilweise auf nigelnagelneuen Strassen verliefen. (Generell sind die Strassen in Peru einiges besser als jene in Ecuador.) Spannend war es auch, durch die Bergdoerfer zu fahren und die Lebensweise der indigenen Bevoelkerung zu beobachten, die vielfach in Lehmziegelhuetten mit Naturboden wohnen (allerdings mehrheitlich mit Giebeldaechern, teilweise sogar mit Ziegeln anstatt aus Wellblech wie sonst - immer wieder frappant, was ein Giebeldach fuers Bild ausmacht), zusammen mit Huehnern, Schweinen, etc. In diesem Zusammenhang hatte ich die Gelegenheit, ein Scheisshaeuschen zu besuchen, das seinen Namen noch verdient... Die Leute leben v.a. von der Landwirtschaft. Mit einfachsten Hilfsmitteln wie Sicheln, Eseln und Pferden werden Mais, Mote (Riesenmais), Kartoffeln usw. angebaut, geerntet und transportiert.

Auf dem Rueckweg gab mir Luz mit ihrem iPod einen Einblick in die zur Zeit angesagte latino Musik, und abends gingen wir alle zusammen, inkl. Jakob, essen. Zum Dessert gab es einen feinen Flan. (Ansonsten klappere ich weiter standhaft saemtliche Baeckereien ab auf der Suche nach Konfituerehaltigem.) Wir Jungen gingen danach noch weiter auf einen Umtrunk - Pur Pur, Chuchuhuasi und noch irgendwas haben wir getrunken, Likoere aus einheimischen Fruechten. Pur Pur hat mir am besten geschmeckt.

Am Montag haben wir nichts gemacht - ein bisschen im Park rumgehangen und durch Chachapoyas gelaufen, bis Luz den Nachtbus nach Trujillo nahm. An jenem Abend genehmigten Jakob und ich uns dann noch einen Pisco Sour, den typischen Cocktail aus Pisco (so eine Art Brandy), Eiweiss, Jarabe de Goma (irgendein Sirup) und Limettensaft.


Den Chachapoyas Abschluss machte am Dienstag eine schoene Wanderung durch den Urwald zum Gocta-Wasserfall (771m, 3. hoechster), die wir mit Sergio, der auf der mexikanischen Botschaft in Lima arbeitet, und Leoncio, einem Einheimischen, bestritten. Auf dem Foto Sergio und Jakob mit Wuarapo, 2 Tage fermentiertem Zuckerrohrsaft. Danach trennten sich Jakobs und meine Wege - er ist inzwischen im Dschungel auf dem Weg nach Iquitos (von dort koennte man auf dem Amazonas weiter nach Manaus fahren), und ich nahm wieder einen Nachtbus nach Trujillo; die Fahrt sollte laenger dauern als geplant...

Auf den Spuren der Prea-Inka-Kulturen Teil III - Trujillo Umgebung
12 agseit, 18 gmacht - Differenz 6. Dies die Stundenbilanz der Busfahrt, nachdem wir an einer Stelle 5 Stunden warten mussten, bis Lastwagen aus dem Matsch der Naturstrasse gezogen worden waren und der Weg fuer uns (und eine Schlange anderer Fahrzeuge) wieder frei war. Das hat wirklich an der Geduld gezehrt. Zum Glueck hatte ich einen netten Chico aus Trujillo neben mir, mit dem ich etwas laestern konnte :-) Der Vorteil war, dass ich so mehr von der Landschaft mitkriegte - Wueste mit wenig Bueschen und gelegentlich Zuckerrohrfeldern und anderen gruenen Abschnitten in der Naehe von Fluessen. Der Strassenrand teilweise gesaeumt von Abfall, teilweise von Lehmhuetten mit Wellblechdaechern, die oft nur mit einigen Steinen beschwert sind, teilweise von beidem. Mittags um 2 kam ich endlich im Hostal Colonial an, in dem Luz arbeitet und netterweise bereits fuer mich vorgesorgt hatte! Die folgenden 1.5 Tage waren voller Action, so dass ich kaum zum Essen und Interneteln kam, geschweige denn zum Lesen des Buches, das ich im Tausch gegen meins von Jakob bekommen hatte.

Ich ging ein wenig die Stadt besichtigen (der Kern im Kolonialstil ist superschoen!), wo ich auf Jorge traf, der mich freiwillig ein wenig herumfuehrte, dann Geld wechseln (hatte noch Dollars, die die Bank in Chachapoyas nicht nehmen wollte, weil sie so aussahen, wie wenn sie schon von einer Kuh durchgekaut gewesen worden waeren; der Typ in der Wechselstube in Trujillo wollte eigentlich auch nicht, aber weil Jorge sein Freund ist, machte er das ausnahmsweise fuer mich), dann warteten schon Luz und Yesenia, die ebenfalls im Hostal arbeitet, auf mich, woraufhin wir ein koreanisches Konzert besuchten, welches seine Eroeffnung durch den koreanischen Botschafter vor Ort und seinen Abschluss in der koreanischen Version von EL CONDOR PASA (!!!) fand. Danach brauchte ich den Pisco dringend.

Die Tour am naechsten Tag habe ich dann umsonst gekriegt - gracias, Luz! Und zwar war es ein weiteres Zeugnis der Moche-Kultur, Huaca de la luna, eine 5-stoeckige Pyramide wenig ausserhalb Trujillo (daneben liegt Huaca del Sol, 11-stoeckig, leider geschlossen und grossmehrheitlich zerstoert durch die Spanier auf der Suche nach Grabschaetzen - urspruenglich immerhin die groesste von Menschen geschaffene Struktur der westlichen Halbkugel) mit sehr gut erhaltenen Fresken und Reliefen. Danach Chan Chan aus der Zeit der Chimu (nach den Moche). Nach einem kurzen Abstecher nach Huanchaco, einem nahegelegenen Surferdorf, ging es zurueck ins Hostal und ab Dessert essen: Mazamorra y arroz con leche - die Revanche fuer die Berliner (!), die ich den Maedels mittags gebracht hatte, nachdem sie mir im Supermarkt ins Auge gestochen worden waren. (Zwar keine Konfi drin, sondern Vanillecreme, aber da kann ich mich nun wirklich nicht beschweren.) Danach brachten mich die Maedels noch an die Bushaltestelle, wo ich um 21 Uhr den Bus nach Huaraz bestieg. Das war zum Glueck die letzte Nachtbusfahrt fuer eine Weile.

Schoene Aussichten
Seit gestern frueh bin ich also in den Bergen (3'000m) und habe wieder eine tolle Unterkunft (um die sich natuerlich auch die Maedels gekuemmert hatten) mit herrlicher Aussicht auf die Cordillera Huayhuash und die Cordillera Blanca. Nach intensivem Kulturprogramm werde ich mich nun wieder der Natur widmen; Wandern in der Cordillera Blanca ist angesagt! Morgen oder uebermorgen gehts los auf den 4-taegigen Santa Cruz Trek - ich bin gespannt! Danach werde ich nach Lima fahren und von da nach Cusco fliegen, so zumindest der Plan.

Uebrigens probiere ich weiter fleissig die typischen Getraenke, z.B. Chicha Morada (Saft aus violettem Mais, mit Zucker, Ananassaft und Zimt - lecker!) und Inca Kola, das aus Zitronengras gemacht wird und ungefaehr wie ein fluessiger Schleckstengel schmeckt.

Ihr seht: Mir geht es gut, das Alleinreisen war bisher ueberraschend angenehm und lustig. Ich bin fast nie allein - dauernd lerne ich Leute kennen, so dass ich gar nicht dazu komme, ein Buch zu lesen oder weiter ueber Unterhosen und Aehnliches nachzudenken, geschweige denn welche zu kaufen. In Trujillo hatte ich es wirklich sauglatt mit den Maedels und Jorge, und gestern wurde ich auch schon wieder in den Ausgang geschleppt vom Mariza, Dani und Roberto (letztere sind die Soehne der Hostalbesitzer), die alle in Lima wohnen, gerade zu Besuch hier sind und die ich allenfalls in Lima wieder treffen werde. Anstatt also (endlich!) zu schlafen, kam ich morgens um 4 leicht angetaetscht im Hostal an...

1 comment:

  1. Hola chica
    LOL, der Hund sieht hammer aus....das hört sich ja lustig und spannend an *neidisch bin* ;-) ....es freut mich, dass das Reisen auch allein Spass macht....hoffe Du hast zwischenzeitlich ne neue Unterhose kaufen können...hoffe, die von mir und Doris ist in reger Benutzung ;-)
    und juhu!!....noch ein Monat und Du bist wieder da :-)
    LG Peta

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