Nach dem letzten Blogeintrag ging es wie erwaehnt ran an die Lisa resp. den Iliniza Norte. Unser Guide Juan (wir hatten eine 5-Tages-Tour gebucht: Iliniza Norte und Cotopaxi) holte uns im Hotel Rodelu (super empf
ehlenswert) in Latacunga um 2 Uhr nachmittags ab, und los ging es ueber die Panamericana und danach etwas holpriger nach El Chaupi, ein kleines Kaeffchen auf dem Weg zu den Ilinizas. Dort bezogen wir Quartier im Hostal La Llovizna, das eigentlich cool eingerichtet ist, aber doch etwas kuehl war. (Ich habe mich schon oft gefragt, wie es die Leute hier monatelang aushalten bei Schweizer Herbsttemperaturen ohne Heizung.) Natuerlich sind wir wieder mal abends um 8 ins Bett (und wir waren mit Abstand die letzten), da bereits muede und Morgenapell auf 5 Uhr angesagt war. Nach Fruehstueck und Holperpiste (die vielen Naturstrassen sind unglaublich schlecht) gelangten wir zum Parkplatz auf rund 3'900m. Von da gings zu Fuss durch die schoene Andenflora (paramo) 2 Stunden bergau
f bis zum Refugio auf 4'600m. Auf der Hoehe waechst dann nicht mehr viel, und es wird eisig. Nach kleinem Imbiss und kurzem Warten darauf, dass die Sonne das Eis auf dem Weg noch etwas aufschmelzen wuerde, stiegen wir weiter den Iliniza Norte hoch. Die Route wurde jetzt relativ steil, felsig/steinig und beinhaltete viele Kletterpartien, bis wir nach weiteren 2:20h auf dem Gipfel ankamen (5'126m)! Es war ein tolles Gefuehl, da oben zu sitzen (am besten steht man nicht und haelt sich gut fest...) mit Ausblick auf den Iliniza Sur (schneebedeckt), Cotopaxi (natuerlich schneebedeckt) und das Hochland. Wegen dem starken Wind und den doch sehr steilen Aussichten zogen Andrea und ich es vor, das Mittagessen auf spaeter zu verschieben :-) Auch ein Schluck von Greter Wisels
Zwetschgen aus dem Flachmann blieb uns verwehrt, da ich ihn schlicht vergessen hatte :-( Ach ja, auf dem Foto jetzt endlich mal Andrea fuer jene, die sich schon gewundert hatten, wen das "wir" noch beinhaltet! Der Abstieg dauerte rund 1.5 Stunden und machte uns nicht ganz so viel Spass wie der Aufstieg, denn der Grossteil musste auf Sand zurueckgelegt werden und dementsprechend teilweise "uf em Hosebode". Wieder beim Parkplatz angekommen, waren wir supergluecklich und goennten uns unsere wohlverdienten Oepfelringli, nach denen wir inzwischen suechtig geworden waren (Juan auch). (Seit letzten Sonntag haben wir uns aber zusammengerissen und keine mehr gekauft.)
Den Rest des Nachmittags sowie den folgenden Tag verbrachten wir in der ganz tollen Unterku
Hier nun ein Intermezzo zu Juan (auf dem Foto links von mir): Wir hatten's sehr lustig mit Juan, dem 44-
Am Freitag verliessen wir Chilcabamba Richtung Cotopaxi. Die Holperpiste fuehrte durch den
Nach ca. 1 Stunde "Ritt" durch den Nationalpark (wir nahmen noch Max aus New York mit, einen 19-jaehrigen Verrueckten, der ohne Akklimatisierung 3 Tage (!) im Refugio mit starken Kopfschmerzen v
Am Sonntag verabschiedeten wir uns von Latacunga (sniff!) und der einwoechigen Askese (ke
in Tropfen Alkohol und den Rest koennt ihr euch ja vorstellen) und nahmen den Bus nach Banos, wo wir uns seither von der Wanderwoche erholt haben - Riferrafting auf dem Rio Pastaza am Montag, baden im heissen Vulkanwasser und Curry abends im Casa Hood, Caiphi im Park gestern und entspannende Abrundung des Tages mit Rueckenmassage und Fondue im Swiss Bistro (sind dem Tip von Annina Kradolfer gefolgt). Die Welt ist uebrigens sehr klein, wie immer - am Sonntagabend haben wir Max im Resti angetroffen, gestern im Swiss Bistro waren wir zu viert mit Jill, die wir auf dem zweiten Boot auf Galapagos angetroffen hatten, und ihrem Ehemann Dale, einem Paar aus England. Weiter muss ich noch erwaehnen, dass wir es die Tage geschafft haben, erst um 23 Uhr zu Bett zu gehen und nicht vor 8 Uhr aufzustehen.Heute Abend (Dienstag) geht's nun wieder an die Kueste; Ziel ist Puerto Lopez - Whale-watching ist an
gesagt! Dies wird dann auch der Abschluss des Ecuadorteils meiner Reise sein. Naechste Woche mache ich mich mit etwas gemischten Gefuehlen auf nach Peru - einerseits freue ich mich auf neue Abenteuer und Eindruecke, andererseits werde ich von da an alleine unterwegs sein, was mich etwas weniger freut. Aber wie geschrieben: Die Welt ist klein, und ich bin optimistisch, dass ich da den einen oder anderen lustigen Menschen treffe, mit dem ich ein Stueck reisen kann.Ich hoffe ihr geniesst den Sommer, nachdem es nun wieder etwas waermer ist.
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