Intro feat. Outro
Vor ungefaehr 2 Jahren habe ich ein Interview mit Trudi Gerster gelesen. Sie habe immer n
och viele Angebote, meinte sie, lasse sich aber an Auftritte nur noch mit dem Taxi chauffieren; schliesslich sei sie auch nicht mehr die Juengste, und ueberhaupt. Aehnlich geht's mir inzwischen: Ich muss mir am Ende dieser Reise nicht mehr alles antun... ;-) (Haha.) Will heissen: Ich fuehle mich gerade nicht wie ein literarischer Geysir und werde mich daher dieses (letzte) Mal kuerzer fassen als gewohnt - alles weitere bald live! Dafuer gibt's mehr Bildli. (Zu meiner Verteidigung muss ich anfuegen, dass es erst eine Woche her ist seit meinem letzten Blog und dass die Bilder rund 80% des seither Erlebten erzaehlen. Es gibt wirklich nicht wahnsinnig viel zu berichten.)
Morgen Vormittag (Freitag) werde ich zusammen mit Francois, einem meiner neu
en franz. Gspaenli seit dem Uyuni-Trip, den Bus nach Santiago nehmen. Wir werden die rund 1'700km in einem Schnuuz durchfahren, knapp 24 Stunden. Dort angekommen, werden wir es krachen lassen, was nicht allzu schwer fallen duerfte, denn: 1. Die Stadt ist gross. 2. Seit heute sind die Feierlichkeiten wegen dem Unabhaengigkeitstag (18.09.) im Gange. 3. Es ist der letzte Abend... Am Sonntag fliege ich schon zurueck in die Schweiz! (PS: Wer immer mich in den naechsten 2 Wochen antrifft: Bitte Linzertorte vom Coop (oder bessere, aber das wird schwierig, und ich bin heikel, im Fall) bereithalten!)
Rueckblickend muss ich sagen - einigen von euch habe ich es im einen oder anderen Chat resp. Email schon geschrieben -, dass ich effektiv ueberrascht bin, wie gut ich es die 3 vergangenen Monate hat
te, obwohl ich den groessten Teil davon alleine unterwegs war. Ich haette nie gedacht, dass ich so eine tolle Zeit haben wuerde. Sicherlich hatte ich auch Glueck; Glueck mit den Menschen, die ich angetroffen habe und welche einen grossen Teil einer Reise und den damit verbundenen Erinnerungen ausmachen, wie auch Glueck mit dem Reisen an sich - mir und meinen Habseligkeiten ist nichts passiert. Wie erwartet macht sich aber jetzt meine persoenliche 3-Monatsgrenze bemerkbar: Ich bin langsam etwas reisemuede, und die vielen Eindruecke und Erlebnisse wollen sich setzen. Auch koennen die Bekanntschaften, unabhaengig von den einzelnen Personen, meist nicht viel mehr als oberflaechlich sein, denn fuer etwas anderes ist die Zeit zu kurz. So es ist nun gut, wieder nach Hause zu kommen. Ich freue mich auf: Euch (Menschen, die ich kenne und die mich kennen), keinen Reis und kein Poulet, Linzertorte, eine heisse Badewanne, eine geheizte Wohnung, keinen Staub, andere Kleider und Schuhe. Und natuerlich noch ein paar andere Dinge. Ein Taxifahrer in Lima fragte mich, warum genau ich mir Destinationen wie Ecuador, Peru
und Bolivien antue. Wenn er Geld haette, um zu reisen, wuerde er angenehmere Orte waehlen und es sich gut gehen lassen; Laender mit mehr Komfort, weiterentwickelt, mit hoeherem Lebensstandard als hier. Ich antwortete, dass ich in diesem Fall einerseits so gut wie zu Hause bleiben muesste und es andererseits eben gerade spannend sei, Menschen, Kulturen und Umgebungen kennenzulernen, die andersgeartet sind als was man von zu Hause kennt. In diesem Sinne schaetze ich mich gluecklich, dass ich diese Reise machen konnte; sie hat mich wieder einige Schritte weitergebracht. (A propos: In den letzten Tagen hat sich mein sich in einem desolaten Zustand befindliches Franzoesisch etwas verbessert ;-))
Und nun wie angekuendigt mit lediglich wenigen Kommentaren die Fortsetzung der Bildergeschichte.
Die letzten Tage... - Salar de Uyuni, Vulkane, Lagunen, Geysire, San Pedro de Atacama Umgebung
Vor einer Woche (Freitagmorgen) fuhren wir mit einem Jeep in sehr gutem Zustand (fuer einmal!) los: Reka, Nico und Francois aus Frankreich, Sebastian und {Name --> leider nie richtig verstanden} aus Slowienien und ich. Plus natuerlich unser Fahrer und Guide, Rodrigo, mit dem wir Glueck hatten: Er fuhr sehr anstaendig, schlief nie ein und war nie besoffen. (Das muss erwaehnt werden, denn ich habe genug Stories gehoert von ebensolchen Trips.) Die folgenden 3 Tage verbrachten wir auf Hoehen um die 4'000-5'000m; wir fetzten ueber die Salzwueste von Uyuni (12'000 Quadratkm, d.h. ca. 1.5 x so gross wie der Titicacasee) und machten x Halte in Wuesten, an Vulkanen, Lagunen und Geysiren. Um die Schoenheit dieser Orte zu begreifen, muss man sie wohl mit den eigenen Augen sehen. Es war unglaublich, bizarr, surreal.
Am Sonntagmorgen passierten wir auf ca. 4'300m die Grenze zu Chile, und 3 Stunden spaeter hatten Reka, Nico, Francois und ich in San Pedro de Atacama Quartier bezogen. San Pedro ist ein 2'000-Einwohner-Touri-Dorf auf 2'400m im Norden der Atacama-Wueste. (Nach einer Woche non-stop Wueste bin ich inzwischen ziemlich ausgetrocknet und verstaubt.) Seitdem haben wir zu Fuss, per Velo und per Minibus etwas die Gegend erkundet; Montags waren wir im Valle de la Luna (selbsterklaerend), am Dienstag in Quitor (alte Festung aus der Praeinkazeit) und gestern bei den Geysiren von El Tatio (Quechua fuer "weinender Grossvater"; ein Vulkan).
Zum Abschluss werden wir heute Nacht hoechstwahrscheinlich den Sternenhimmel beobachten gehen, gefolgt von einigen Pisco Sour, wie ich annehme...

















Salut la grande voyageuse des andes ,
ReplyDeletej ai essayé de t 'envoyer un mail mais il m 'a été retourné , mon adresse @ est la suivante: francoismargerin@gmail.com
Good pictures , good comments, Great moment!see you son